Hi,
ich bin Charlett und am Anfang der Sommerferien 2007 hatte ich eine Austauschschülerin aus der französischen Schweiz bei mir zu Besuch. In den Herbstferien werde ich dann 2 Wochen bei ihr und ihrer Familie sein.
Die Austauschpartner wurden über unsere Schule und einer Organisation in der Schweiz einander zugeteilt, sodass man jemanden bekommen hat der ungefähr gleich alt ist.
Die Mutter von meiner Austauschschülerin kommt aus Deutschland, deswegen habe ich bevor sie herkam oft mit ihr telefoniert, um alles zu klären und um sie so besser kennen zu lernen.
Als unsere Schweizer Gäste hier in Magdeburg ankamen, war ich noch mit meinem Französischkurs in Paris und kam erst einen Tag danach wieder zurück. Aber meine Eltern haben mir geholfen und meiner Austauschschülerin an diesem Tag schon mal etwas die Stadt gezeigt. Montag bis Mittwoch waren die letzten Schultage vor den Sommerferien und es war ca. 35°C heiß. In der Schule ist natürlich so kurz vor Schuljahresende nichts mehr groß passiert, eigentlich haben wir jeden Tag irgendwas gespielt oder einfach nur ein wenig erzählt, also den typischen Unterricht in Deutschland konnte sie leider nicht kennen lernen. Nachmittags waren wir die ersten beiden Tage am See, bei den Temperaturen konnte man unmöglich etwas anderes unternehmen. Am Dienstagabend sind wir bei unserem Schulsommerfest gewesen, was ganz schön war. Aber unsere Schule, die nächstes Jahr schließt und bald abgerissen wird, hat keinen guten Eindruck bei ihr hinterlassen. Mittwoch war dann der letzte Schultag mit anschließender Party im Stadtpark. Das war allerdings nicht so ihr Ding, da sie ziemlich müde von der Woche war und sie absolut kein Partytyp ist. Ich wollte sie auch gerne mit zu meinem Karatetraining nehmen, aber sie hat im Stadtpark Freunde aus dem Zug wieder getroffen und wollte lieber bei ihnen bleiben.
Wir sind von unserer Art her beide sehr unterschiedlich und haben viele verschiedene Interessen, aber wir haben uns trotzdem recht gut verstanden und sind miteinander klar gekommen.
Am Donnerstag haben dann endlich die lang ersehnten Sommerferien begonnen und wir haben uns mit einer Freundin, die auch eine Austauschschülerin bei sich hatte, getroffen, um Magdeburg zu erkunden. Leider haben sich die beiden untereinander nicht so gut verstanden, wie wir es uns erhofft hatten. Trotzdem war es ein schöner Tag und wir haben ihnen eine Menge gezeigt und so gut wie möglich versucht alles zu erklären.
Meine Austauschschülerin ist sehr modebewusst und wir waren oft in der Stadt zum shoppen. Die Verständigung war kein großes Problem, da sie wirklich gut Deutsch spricht. Auch mit meinen Eltern, die beide kein Französisch sprechen, konnte sie sich gut unterhalten. Ich habe mit ihr oft in einem Deutsch-Französisch-Mix geredet. In den 2 Wochen konnte ich zwar meine Französischkenntnisse nicht allzu sehr verbessern aber dazu fahre ich bald in die Schweiz.
Natürlich war ein Besuch in Berlin ein Muss und so sind wir am Samstag in einer kleineren Gruppe mit der Bahn nach Berlin gefahren um uns die Stadt ein wenig anzugucken. Die Tage danach haben wir etwas ruhiger angehen lassen, da es ihr nicht so gut ging. Wir waren im Kino (Harry Potter V) und noch mal in der Stadt zum shoppen. Mit meinem Dad und meiner kleinen Schwester sind wir auch im Zoo gewesen und alle hinterher gemütlich ein Eis essen. Am Mittwoch hat eine von ihren Freundinnen aus der Schweiz sie gefragt, ob sie noch mal mit nach Berlin möchte. So hat sie unsere Hauptstadt zweimal sehen können. Die letzten zwei Tage haben wir uns noch mal ein paar Sehenswürdigkeiten in Magdeburg angeschaut und Souvenirs für ihre Familie eingekauft. Am Samstagmorgen haben wir am Bahnhof die anderen wieder getroffen und der Zug hat sie alle wieder sicher in die Schweiz gebracht.
Da wir einfach zu unterschiedlich waren, sind wir zwar leider keine Freunde geworden aber es waren doch schöne und interessante 2 Wochen.
Charly