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Die Familie | Probleme | Erfahrungsbericht

Die Familie

Die Familie, in der man nicht als Gast sondern als richtiger Sohn oder Tochter leben soll, sollte schon gut ausgesucht werden. Wenn man die Berwerbung der Organisation ausfüllt, kann man das zwar wenig beeinflussen, aber immerhin kann man noch bestimmen, wie groß die Wunschfamilie sein oder wo sie wohnen sollte. Wer Angst vor Hunden hat, sollte dies unbedingt angeben und nicht aus Angst, man bekomme keine Familie, darauf verzichten. Wenn man unbedingt in einen bestimmten Staat will, gibt es auch die Möglichkeit, etwa $500 drauf zu zahlen und man hat eine Garantie auf die gewünschte Region. Oft kann man noch angeben, wie groß die Wunschstadt sein darf. Von solchen Optionen ist allerdings abzuraten, da sich so die Wahl der Familien für die Organisation enorm einschränkt. Austauschschüler werden aber nie in größeren Städten wie New York City oder Los Angeles untergebracht, weil das einfach zu unüberschaubar wäre; einfacher ist es eben, in Städten bis 200.000 oder 300.000 Einwohnern schnellen Anschluss zu finden. Vielleicht ist man schnell bekannt wie "ein bunter Hund", aber durch die Familie lernt man in der Anfangszeit, in der noch keine Schule begonnen hat, viele Familienfreunde und Nachbarn kennen, mit denen man im Laufe des Jahres sicher noch viel zu tun haben wird. Die Amerikaner machen auch einen ziemlich offenen und neugierigen Eindruck, und wenn man irgendwo von der Familie ganz stolz vorgstellt wird, folgen auch immer noch einige (viele) Fragen zum Heimatland und wie es einem hier so gefällt. Alles Standardfragen, und nach einer Weile würde man sich gern eine Kassette mit den Antworten besprechen, da es immer die gleichen Fragen sind. Aber größere Städte verursachen sicher ein Gefühl der Isolation und Verlassenheit; deswegen vertraue ich diesen Kleinstädten noch immer etwas mehr. Den Rest der Familienauswahl macht dann die Organistaion und sucht nach einer Familie, die sich von den Interessen, Hobbies und Einstellungen eines Schülers angesprochen fühlt. Also heißt es zunächst warten, bis dann die Überraschung kommt und man sein Ziel erfährt. Bei mir war das irgendetwas zwischen Neugier und Schock, als ich an einem Donnerstag, 3 Monate vor der Abreise, nach Hause kam und aus einem Brief der Organistaion erfuhr, dass ich das nächste Jahr in Alaska verbringen würde. Durch Briefe, Fotos und emails habe ich die Familie schon vorher etwas kennengelernt. Sie kamen mir recht sympathisch vor. Wir hatten jedenfalls viele Dinge gemeinsam, ob es jetzt gleiche Haustiere waren oder Urlaubsziele; es war erstaunlich viel, und ich finde die Organistaion hat das ziemlich einfach rausgesucht. Manchmal denke ich jetzt sogar, warum ich ein Jahr in einer anderen Familie lebe, wenn die doch so ziemlich gleich ist wie die daheim; aber das Land und die Schule sind ganz neu, und durch die Familie hat man immer einen Vertrauten und Hilfsbereiten. Nebenbei bemerkt bekommt eine Gastfamilie auch kein Geld dafür, dass sie einen Schüler ein Jahr lang durchfüttert und ihm sehr viel bietet.

 Lesen Sie im zweiten Teil mehr zum Thema Sprachreisen USA, speziell Familien. Hier geht es weiter: Sprachreisen USA - Die US Familie