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Die Familie | Probleme | Erfahrungsbericht Erfahrungsbericht Teil II
Gut zu wissen, dass es auch tolle Gastfamilien gibt! Am Anfang sollte man natürlich besonders vorsichtig sein, um etwas Vertrauen aufzubauen, lieber mal 5 min zu früh als zu spät nach Hause kommen, oder auch mit der Gastschwester oder dem Gastbruder weggehen, da machen sie sich weitaus weniger Sorgen. Wenn man mit anderen Freunden weggeht, sollte man unbedingt darauf achten, dass die Gasteltern diese kennen, oder kennenlernen, wenn die Freunde einen abholen. Da reicht oft schon ein kurzes Gespräch, und dann wissen sie, mit wem man unterwegs ist. Außerdem sollte man es unbedingt vermeiden, dass man nach Alkohol und/oder Zigaretten stinkt, wenn man heimkommt, da die Eltern sonst sofort denken, dass man ihr Vertrauen missbraucht. Alkohol und Zigaretten sind ja unter 21 bzw. 18 (je nach Bundesstaat) verboten, und gerade in den konservativeren Teilen des Landes (vor allem im Süden) sehr verpönt. Da z.T. die Organisationen ja auch androhen, dich bei Verstößen gegen die Gesetze heimzuschicken, ist es im Normalfall viel besser, das Zeug nicht anzurühren. Im Bible Belt auf jeden Fall, aber sicher auch in anderen Gegenden, würde man schon Probleme bekommen, wenn man den Gasteltern als kleines Geschenk aus Deutschland Likörpralinen mitbringt! Das nur als Beispiel! Generell sind die Geschwister natürlich sehr wichtig (vor allem am Anfang). Sie gehen eigentlich fast immer auf dieselbe Schule, und es wird viel einfacher, Leute zu treffen und Freunde zu finden, wenn man sich am Anfang ein bisschen anhängen kann. Meine Gastschwestern waren jeweils fast genauso alt wie ich und eine Mischung aus guter Freundin und Schwester. Rivalitäten gibt es da natürlich auch, vor allem wenn man als Austauschschüler bessere Noten nach Hause bringt als die Geschwister, da hilft aber auch nachfragen meistens nicht viel, das beste ist wohl einfach abzuwarten und sie in Ruhe zu lassen, aber dabei möglichst freundlich und nett zu sein. In den Ferien war ich mit meinen Gastfamilien in Washington D.C. und auch im Disney World in Florida - und zwar nicht, weil ich da unbedingt hinwollte und meine Gasteltern so lange bequatscht habe, bis sie schließlich einwilligten. Der Vorschlag kam von ihnen. Sie wollten mir also auch etwas bieten während ich bei ihnen wohnte! Der Rahmen solcher Veranstaltungen hängt aber natürlich sehr stark von den Finanzen der Familie ab, und man sollte auf keinen Fall mit solchen Erwartungen an die Familie herantreten. Meine Familie hat mir zwar alles bezahlt, aber man sollte auf jeden Fall anbieten, seinen Teil selber zu tragen. Alles in allem hatte ich in den USA eine tolle Zeit , und mit meinen beiden Familien sehr wenig Probleme (wir schreiben uns auch immer noch, in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen). Natürlich war es manchmal etwas anstrengend, aber das ist es ja zu Hause auch. Insgesamt haben die positiven Erfahrungen bei weitem überwogen, zum Abschied haben sie sogar noch eine Überraschungsparty für mich organisiert! Der Abschied am Flughafen war dann sehr emotional, ich wollte eigentlich gar nicht wieder zurück nach Deutschland fahren. Und im Jahr darauf war ich Pfingsten wieder dort, weil meine Schwester Graduation hatte! Von
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