Günstige Sprachreisen

Gratis Sprachreise und Sprachschul Katalog bestellen

Home - Sprachreisen und SchüleraustauschInformationen rund um Schüleraustausch und SprachreisenSprachschulen
Sprachreisen USA Religion Teil II

Hobbies | Religion | Essen | Deutschland in den USA | Einkaufen

Religion Teil II

Zwei kleine Anmerkungen: Ich denke nicht, dass die Religionszugehörigkeit etwas aussagt über den sozialen Status einer (Gast-)Familie - aber das war ja wohl genau das, warum es mit Michaels Familie nicht funktioniert hat. Wie unter Gastfamilien schon beschrieben, hatte ich sowohl eine katholische als auch eine in irgendeiner Form protestantische Familie - und bei beiden war es toll. Von daher würde ich nicht so viel Wert legen auf die Religion der Familie, sondern eher auf die soziale Schicht, auch wenn das wahrscheinlich schwierig ist anzugeben. Aber wenn z.B. beide Eltern auf dem College waren, als Lehrer an der Schule arbeiten oder ähnliches, dann kann man wohl davon ausgehen, dass sie einer höheren Schicht angehören, und auch offener sind für kulturelle Unterschiede und die Probleme, die man als ATS damit hat.
In den Südstaaten gibt es nicht nur viel mehr Religionen, sondern es wird auch viel stärker daran geglaubt. Die Gegend heißt ja schon "Bible Belt" und es stimmt wirklich, dass die Kirche dort von großer Wichtigkeit ist. Die Menschen dort reagieren in der Regel sehr empfindlich auf abfällige Äußerungen gegenüber ihrer Glaubensrichtung, und auch mit Äußerungen zum Atheismus sollte man sich zurückhalten - ob man nun dran glaubt oder nicht. In jedem Fall, sollte man über Religion nur mit Leuten reden (oder gar diskutieren), die man schon gut kennt, und alles auf einer sehr sachlichen Ebene halten - was aufgrund des Themas alleine schon schwierig genug sein dürfte. Das soll jetzt nicht heißen, dass die Leute dort alle Extremisten sind, aber im Vergleich zu Deutschland sehr viel gläubiger - und auf eine zum Teil ganz andere Art und Weise.
Als Austauschschüler sollte man unbedingt mit den Eltern in die Kirche gehen. Oft gibt es auch Jugendgruppen, die sich meistens Mittwoch abends treffen. Die Kirche ist eine gute Möglichkeit, um neue Leute kennenzulernen. Es gibt auch Skitrips und andere Ausflüge, die von der Kirche organisiert werden, auf denen man eine Menge Spaß haben kann.
Man sollte immer offen für andere Meinugen und Sichtweisen sein und mit viel Toleranz agieren. Ich habe viele Freunde über die Kirche kennengelernt und hatte 5 wundervolle Tage in Colorado auf einem Skitrip. Man sollte zu verschiedenen Kirchen gehen und sich das alles mal anschauen. Ich hatte weit aus bessere Erfahrungen mit Baptisten als Michael. Es kommt halt immer auf die einzelnen Leute an, und wenn man sich etwas anpasst und zuvorkommend ist, dann kommt man in den meisten Fällen schon ganz gut zu recht.
Allerdings sollte man sich vor lauter Akzeptanz nicht in irgendeiner Form bedrängen lassen. Oftmals versuchen Jugendliche andere zu "bekehren". Das war bei mir der Fall. Einige Freunde versuchten mich zu "retten". Ich habe dann einmal klar und deutlich gesagt, dass ich meine eigene Vorstellung von Gott und Religion habe. Ich respektiere ihre Religion und erwarte das gleiche von ihnen. Danach war Ruhe und man hat mich nicht mehr damit belästigt. Mit meiner Gemeinde fuhr ich zum Beispiel zum Snowboarden nach Colorado. Es war eine tolle Zeit, die ich nicht so schnell vergessen werde.

Von Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können