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Religion

Religionen und Traditionen unterscheiden sich in Amerika enorm von unseren deutschen. In Deutschland gibt es ja eine große Religion: das Christentum, das sich aufteilt in Katholisch und Evangelisch. In Amerika ist das nicht der Fall. Hier wird man auf Religionen treffen, von denen man vorher noch nie gehört hat. Dies hat damit zu tun, dass jeder die Religion führen darf, die er will. Man kann sogar an den Teufel glauben und dafür Kirchen haben. Wenn wir einen kleinen Schritt in die Vergangenheit setzen, sehen wir, dass die Pilger von Europa in die Vereinigten Staaten nicht nur aus wirtschaftlichen sondern auch aus religiösen Gründen immigriert sind. Meist wurde ihr Glaube oder ihre Religion in Europa nicht toleriert, oder sie wurden sogar verfolgt. In den USA hat jeder Individualist Anspruch auf den sogenannten " Freedom of Religion". D.h. man kann entweder eine x-beliebige Religion oder auch gar keine führen. Die Regierung darf keine Religion als offiziell erklären oder verbieten. Viele Amerikaner schütteln den Kopf, wenn sie hören wie die deutsche Regierung mit der umstrittenen Scientology Sekte umgeht. "Freedom of Religion" ist ein Teil der United States Constitution, die schon über 200 Jahre existiert. Die US Constitution ist vergleichbar mit dem deutschen Grundgesetz. Gesetze dürfen nicht gegen die Grundsätze der Verfassung (Constitution) verstoßen. (Anm.d.Red.: in ihren Grundsätzen ist die Constitution sozusagen heilig - dazu gehört nicht nur die Religionsfreiheit, sondern auch die Erlaubnis, Waffen zu besitzen bzw. zu tragen, was ja bekanntlich zu großen Problemen führt)
Hier ein kleines Beispiel zum "Freedom of Religion". In einer High School wollte der Schuldirektor ein Morgengebet einführen, das von jedem Schüler aufgesagt wird.. Ein paar Eltern haben dagegen protestiert und eine Klage beim Supreme Court (höchstes Gericht) eingereicht. Dort hat man in diesem Gebet eine Verletzung der Religionsfreiheit gesehen und das Morgengebet als verfassungswidrig erklärt. Somit wurde dann das Morgengebet abgeschafft.
Besonders in den Südstaaten gibt es enorm viele Religionen, die dort aneinandergeraten. Man kann dort auf komische Verhältnisse stoßen, da einige Familien in Sachen Strenge und Disziplin sehr extrem sind. Im Norden ist es nicht ganz so. In ländlichen Vororten ist es normaler Weise nicht so schlimm wie in den Städten, wo man Haus an Haus lebt.
Wer als deutscher Austauschschüler in die USA gehen will, dem kann ich nur unbedingt empfehlen, eine katholische Gastfamilie zu wünschen. Deren Werte und Moral kommt der europäischen sehr nahe. Aber auch hier kann man in eine schlechte Familie kommen. In meiner neuen Familie, die katholisch ist, gefällt es mir echt gut. Meine Gastfamilie geht jeden Sonntag in die Kirche. Als Gastschüler sollte man da natürlich mitgehen. Auch wenn man in Deutschland eher selten in die Kirche geht.

 Erfahren Sie im 2.Teil mehr über die Amerikanische Religion bei Ihrer Sprachreise. Hier geht es zum 2. Teil