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Spanische Eigenarten…

….oder: La Manera Española

Nachdem ich nun schon einen Monat am spanischen Leben teilgenommen habe, ist es mal an der Zeit, ein paar kuriose Dinge über das Leben der Spanier zu nennen, die mir hier ganz besonders aufgefallen sind. An ein paar Dinge konnte man sich recht schnell gewöhnen, an andere wahrscheinlich nie.

Beginnen will ich mal an mit den typischen Stereotypen:

Spanier kommen immer zu spät
Zum Teil stimmt es schon. Unser Sprachkurs begann jeden sieben Minuten später, da unser Professor jeden Tag um 7 Minuten nach 10 erschien. Dies könnte man allerdings auch noch als akademisches Viertel gelten lassen und zählt eigentlich nicht. Denn ein Ungar aus unsrem Kurs erschien jeden, aber auch wirklich JEDEN Tag eine halbe Stunde zu spät, und das hat irgendwann auch unseren recht toleranten Professoren gestört.
Ein anderes Beispiel wäre da die Valencianische Metro, auf die man ab und an schon mal etwas länger warten muss.

Spanier machen nur fiesta
Spanier feiern viel und gerne, aber dass es bei ihnen nur ums Feiern geht, stimmt nicht. Eher genießen sie das Leben mehr als andere Nationalitäten und warten mit dem Amüsieren und Spaß haben nicht bis zum Wochenende, sondern gehen auch in der Woche aus. Diese Eigenart finde ich schön, und daran kann ich mich gut gewöhnen. Als Erasmusstudent versteht sich das aber ja allerdings auch fast von selbst! :)

Spanier machen jeden Tag siesta
Dies ist eine Sache, an die man tatsächlich erstmal gewöhnen muss. Und damit meine ich natürlich nicht das kleine Mittagsschläfchen, denn dagegen habe ich nichts einzuwenden. Aber trotzdem ist es mir schon ein paar Mal passiert, dass ich am Nachmittag vor einem geschlossen Laden stand und mich gewundert habe, bis mir wieder einfiel, dass es ja siesta Zeit ist. Die siesta geht meistens von 14 Uhr bis 17 Uhr. Und manche Geschäfte, darunter natürlich häufig kleinere, und auch Restaurants und Bars haben in dieser Zeit geschlossen.

Eine andere Sache die unbedingt genannt werden muss, sind spanische Zeiten. Es ist wirklich verrückt, wie schnell man sich anpasst.
Das Frühstück wird eigentlich zu “normalen” (deutschen) Zeiten eingenommen. Vielleicht etwas später, da das allgemeine Treiben auch etwas später beginnt.
Das Mittagessen fällt eher klein aus und findet von ca. 14Uhr bis 16 Uhr statt.
Nach der siesta wird dann wieder gearbeitet und das Abendessen, die Hauptmahlzeit, beginnt tatsächlich frühestens um 21 Uhr. Es ist ganz normal um diese Zeit erst anzufangen zu kochen und dann zwischen 22 und 23 Uhr zu essen.
Wenn man dann ans Losgehen denkt, geht es natürlich weiter. Zum Vortrinken trifft man sich ab 11, dann geht es ca. ab 1 in eine Bar und ab 4 oder 5 in eine Disco. Nach Hause geht man dann, wenn es wieder hell ist :)
Klingt alles verrückt, aber ich habe grade auch erst zu Abend gegessen (22:45h)!

Spanier sind chaotisch
¡Sí! Das beste Beispiel heut in der Uni: Es hat 1,5 Stunden gedauert, bis man mich eingeschrieben hatte und die Hälfte meiner gewählten Kurse kann ich nicht belegen, weil es nicht geht und überhaupt und sowieso und “ach, komm doch in zwei Wochen wieder vorbei, dann regeln wir das”. Ich denke, die einzige Methode zu überleben, wird sein: RELAX. Ich bin froh, durch Holland schon etwas chaoserprobt zu sein :D

Zu guter Letzt eine Sache, die mich immer wieder zum Lachen bringt: Spanier und ihre Autos. Beim Parken wird jeder verwendbare Zentimeter ausgenutzt, Stoßstangen anderer Autos sind dabei völlig egal. Kreuzungen, Zebrastreifen, Ampeln und Gehwege übrigens auch. Auch in zweiter Reihe parken ist ganz normal. Wenn dann jemand rausmöchte, kann er das Auto ja ganz einfach mal eben zur Seite schieben. Und das hab ich auch schon ein paar Mal beobachtet. Das störende Auto wird so weit vor- oder zurückgeschoben, bis man selbst herauskommt. Ob es dabei noch weiter auf die Fahrbahn rollt, ist ja ganz egal. Wenn man als Spanier dann grade nicht parkt oder Autos wegschiebt, sondern tatsächlich fährt, sind auch alle Regeln hinfällig. Rote Ampeln oder Geschwindigkeitsbegrenzungen interessieren nicht, hauptsache die Hupe funktioniert. Ganz ehrlich, ich bin froh, dass ich hier kein Auto fahren muss!!!

So, jetzt habe ich mich auch erstmal genug ausgelassen. Trotz aller ungewöhnlichen Dinge gefällt es mir immer besser hier, und außerdem bleibt es dadurch schließlich spannend.

In diesem Sinne:

Tranquilo, vamos a ver, claro que sí y no pasa nada…..

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2 Reaktionen zu “Spanische Eigenarten…”

  1. Yamin

    Hi^^
    also ich bin der Yamin und will UNBEDINGT in Spanien leben ich bin wirklich verrückt nach Spanien.
    Kannst du mir bitte sagen wie viel so ne Wohnung in Spanien kostet? Also in der Stadt in der du lebst (welche ist das überhaupt?^^)
    Wenn du möchtest kannst du mir eine mail schicken dann können wir öfters miteinander schreiben denn ich möchte soviel wie möglich von jemanden der deutsch spricht erfahren wie das leben in Spanien ist. Das wäre wirklich total klasse!
    Falls du meine E-Mail adresse haben willst sag mir bitte bescheid. Ich würde mich sehr freuen wenn du mir schreiben würdest! :D
    Also dann noch viel spaß in Spanien vllt bin ich ja auch mal dort^^

    liebe grüße aus Deutschland
    Yamin

  2. julia

    hi^^
    ich lebe ja nun jetzt auch in spanien zwar nur fuer 5 moanate als aupair aber trz. Meine Stadt heisst Catellón und liegt direkt an der ostkueste zwischen valencia und barcelona. Ich muss sagen,dem was du so ueber Spanien und deren Landesbewohner sagst kann man so eig nur zustimmen. Auch ganz besonders was ihre Parkgewohnheiten angehen. keine strasse und vorallem auch keine Kurve ist ihnen zu eng um nicht darin parken zu koennen wie andere dann da noch durchkommen interessiert niemanden-.-
    liebe gruesse
    julia

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